SPAICHINGEN (abra) Es
waren alle ein bisschen aufgeregt - wie bei einer Taufe. Der "Täufling" ist
allerdings ein sehr stattliches Baby und hat dementsprechend hochkarätige Paten:
Kultusministerin Annette Schavan hat gestern die Festrede zur Einweihung der
neuen beruflichen Schulen Spaichingens gehalten und dabei deren Bedeutung für
den Bildungsstandard, für die Verzahnung von Lernen und Beschäftigung, für die
praktische Förderung von jungen Menschen hervorgehoben. Diese Aufgaben zu
erfüllen, dazu bedürfe es starker Persönlichkeiten, solcher wie Schulleiter a.D.
Ulrich Maurer. Der bekam für seine Verdienste die Staufermedaille überreicht.
Festlich gestimmte Gäste aus Wirtschaft, Gesellschaft, aus der Politik des
Kreises und darüber hinaus verfolgten aufmerksam auch die Worte von Landrat
Guido Wolf, der wie Ministerin Schavan, auch auf pädagogische Implikationen
eines Berufsschulbaus einging. Eintrichtern, pauken, büffeln sei längst passé:
"Die Jugend will begeistert sein". Gute Ausbildung verschaffe nicht nur Chancen
fürs Leben, sondern auch soziale Anerkennung. Der Bau, von seinem Vorgänger und
"Grund-Riss-Experten" Hans Volle an ihn, den dank einer aufmerksamen
Lehrerschaft zum "Estrich-Riss-Experten" gewordenen, übergeben, sei von allen
eingereichten die beste architektonische Lösung. Architekt Christian Decker
(rechts) fügte seinem Dank für die sehr gute Zusammenarbeit und die freundliche
Aufnahme in Spaichingen Erläuterungen zum Bau an, ehe er dem stolzen Hausherrn,
Landrat Wolf (links), den Schlüssel überreichte.