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24.04.2007 2. Preis Rathaus Medebach

Auszug aus dem Erläuterungsbericht


Das Grundstück für den Neubau des Rathauses in Medebach liegt zentral am neu gestalteten Marktplatz der Stadt, wird aber durch die Österstraße gleichzeitig von diesem getrennt.Der dreigeschossige Neubau des Rathauses trägt diesem Aspekt in besonderer Weise Rechnung: Zum einen bildet der Baukörper als Pendant zum Amtsgericht den nördlichen räumlichen Abschluß des Marktplatzes und ist diesem Platz mit seinen Raumkanten und seiner Orientierung eindeutig zugeordnet. Zum anderen bildet der L-förmige Baukörper einen kleinen eigenständigen Vorplatz vor dem Rathaus, da der Marktplatz aufgrund der Trennung durch die Österstraße diese Funktion nicht übernehmen kann.

Das Rathaus selbst wird über eine zentrale Halle übersichtlich erschlossen – diese wird zur lebendigen Mitte des Gebäudes mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Der zentrale Luftraum mit der Besuchertreppe und dem Aufzug ist verbindendes und kommunikatives Element des Innenraumes. Die Fassade wird geprägt durch die maßstäbliche Ausbildung des Gebäudes und die sorgfältige Behandlung der robusten Oberflächen. Diese Maßstäblichkeit zieht sich durch das gesamte Rathaus, von den Fassaden über den Ausbau bis zu den Möbeln.Prägendes gestalterisches Thema ist das Spiel von geschlossenen und verglasten Flächen.

Patchworkartig sind diese Flächen immer wieder zueinander versetzt und verleihen dem Gebäude einen eigenständigen, skulpturalen Charakter.Tafeln aus mattem Edelstahllochblech bilden die vorgehängte Fassadenverkleidung der „geschlossenen“ Fassadenelemente. Dabei ist die Lochung von Außen kaum wahrnehmbar, bietet aber in den Bereichen, wo sie als äußerer „Schleier“ die Einzelöffnungen der Flure umhüllt, dem Besucher und Mitarbeiter Ausblicke von Innen nach Außen. Diese geschlossenen Flächen stehen im Wechsel mit Glasementen, teils als Festverglasung, teils als Parallel-Ausstellflügel