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Realisierung
Das
Wohnhaus wurde innerhalb eines Jahres errichtet. Dabei wurde die konsequente
Ausformulierung der Architektur nur durch einen überdurchschnittlich intensiven
Dialog mit den Bauherren möglich.Das Atelier wurde im Untergeschoß mit davor
liegender Außenterrasse angeordnet.Der Wunsch des Bauherrn, einen Eßplatz in
einem verglasten Erker mit Ausrichtung zur Morgensonne zu erhalten, wurde
Rechnung getragen. Dieser Erker bildet mit der als Raum in Raum geplanten
Küchenbox eine funktionale Einheit. Durch unterschiedliche Ausblicke und
Ausrichtungen wurden differenzierte Außenräume wie Kiesgarten, Atelierhof und
Terrasse gebildet. Der festgelegte Kostenrahmen war maßgebend für die Auswahl
und die Detailierung der Materialien.
Konstruktion
- Gestaltung
Das
gesamte Gebäude ist in Niedrigenergiebauweise errichtet. Das Untergeschoß mit
Atelier, Schlafzimmer, Badezimmer und Nebenräumen wurde aus WU–Beton mit außen
liegender Wärmedämmung hergestellt. Das Erdgeschoß wurde als Leichtbau in einer
hoch wärmegedämmten kanadischen Holzrahmenbauweise errichtet. Sämtliche
Innenwände im Erdgeschoß wurden in Trockenbauweise aufgestellt. Die
großflächigen Verglasungen bestehen aus einem Pfosten–Riegelsystem (100/50 mm)
aus scharfkantigem Leimholz mit außen liegenden, flachen, sichtbar
verschraubten Aluminium-Preßleisten. Senkrechte Stöße der Verglasung sind mit
UV beständigem Silikon bündig verklebt. Die Rahmenlosen Übergänge im Bereich
der Festverglasungen mit bündigem Fußboden- und Deckenanschluß lösen die
Grenzen zwischen Innen und Außen auf. Die beweglichen Elemente aus
konventionellen Lärchenholzfenstern–, türen, wurden in dieses System
integriert.
Die
Außenfassade besteht aus einer waagerechten unbehandelten und hinterlüfteten
sibirischen Lärchenholz–Leistenschalung (48/24 mm). Diese bildet mit den
Preßleistenprofilen der Verglasung und der Attikaabdeckung eine flächenbündige
Oberfläche. Im Eingangsbereich fließt die Außenfassade mit beschichteten
Lärchensperrholztafeln in den Innenraum hinein. Die Flächenbündigkeit der integrierten
Türen wird sowohl im Außen- als auch im Innenraum erlebbar.
Die
integrierten Fußleisten in den Trockenbauwänden unterstreichen diese
Konsequenz. Der Holzparkettfußboden im Erdgeschoß steht im Dialog zur Außenfassade,
ebenso wie der Anthrazit farbene Linoleumbelag im Untergeschoß zur dunkelgrauen
Außenfassade. Es entsteht eine gestalterische Einheit zwischen der
Geschoßtreppe mit Gitterroststufen und verzinkter Rechteckrohr Konstruktion und
den im Eingangsbereich am Fußboden und an der Decke befestigten Gitterrosten. Gestalterische
Zielvorstellungen mit der Schaffung von fließenden Übergängen zwischen Innen
und Außen, sowie die Flächenbündigkeit der Fassade mit der bewussten Trennung
und Zusammenführung kalter und warmer Materialien, als auch das durchgängige
Fugenspiel, wurden nur durch erhöhten Planungsaufwand und Baubetreuung möglich.
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