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„Haus des Lernens“ stellt Architekten vor Probleme

Wettbewerb um den ersten Entwurf für die neue Grundschule

me. Ein „Haus des Lernens“ soll entstehen, im neuen Wohngebiet Südstadt-Ost. Funktional soll es sein, aber auch optisch ansprechend. Es soll sich in das städtebauliche Gesamtkonzept einfügen und energieeffizient bewirtschaftetwerden können.

Dies sind nur einige der Kriterien, die die Stadt für den Bau des Schulgebäudes festgelegt hat. Um das beste Realisierungskonzept zu finden, hat das Hochbauamt einen europaweiten Architekturwettbewerb ausgeschrieben, an dem sich über 200 Büros beteiligten.

Die besten Entwürfe wurden am Samstag in der Nancyhalle vorgestellt. „Die Vorgaben des Auftraggebers haben viele Bearbeiter vor große Probleme gestellt“, erklärt Architekt Gerd Gassmann, der als Fachpreisrichter Mitglied der Jury war. So galt es, eine Grundschule zu bauen, die in einigen Jahren eventuell um die Sekundarstufe I erweitert werden kann. „Dabei dürfen jedoch nicht zwei Schulen entstehen, sondern ein einheitliches Schulgebäude“, so Gassmann. Die benötigte Sporthalle muss an den Wochenenden für Vereine zugänglich sein und die Pausenfläche abschließbar. Eine besondere Herausforderung war es, den Platz „Am Wasserturm“ in die Planungen einzubeziehen. „Die Architekten mussten auch darauf reagieren, was die Pädagogik benötigt“, sagt der stellvertretende Leiter des Schul- und Sportamts, JoachimFrisch.

Jahrgangsgemischter Unterrichtoder die Bildung von Arbeitsgruppen setzten besondere räumliche Gegebenheiten voraus. „Es ist nur einer Arbeit vernünftig gelungen, all diese Bedingungen zu erfüllen“, so Gassmann. Diese Arbeit der beiden Lemgoer Architekten André Habermann und Christian Decker wurde als Sieger des Wettbewerbs mit einem Preisgeld von 15 000 Euro ausgezeichnet. Zudem wurden ein Sonderpreis und vier dritte Plätze vergeben. Sie erhielten jeweils 8 000 Euro. Welcher dieser Entwürfe tatsächlich realisiert wird, steht allerdings noch nicht fest, denn „die Verwaltung ist nicht verpflichtet, den erstplatzierten Entwurf umzusetzen“, erklärt Angela Gotzmann vomHochbauamt.

So könnte auch noch ein Karlsruher Büro zum Zuge kommen, denn unter den Platzierten befinden sich die Büros Oertel und Biehler sowie PIA Architekten. „Der Stadtteil hat sich entwickelt, wie Phönix aus der Asche“, sagt Bürgermeisterin Margret Mergen und macht damit deutlich, warum in naher Zukunft der Bau einer Schule im neuen Wohngebiet nötig ist. Ab 2013 reichen die Plätze in den Grundschulen der angrenzenden Stadtteile nicht mehr aus, hat das Schul- und Sportamt errechnet.

Artikel aus der BNN vom
22.09.08